generisches Neutrum

Konzept für die sprachliche Gleichbehandlung aller Menschen

Vergleich

Beispielsätze in verschiedenen Systemen

generisches Maskulinum

Es wäre sehr schön, wieder einmal mit Freunden essen zu gehen.

Jeder neue Mitarbeiter bekommt von seinem Chef ein Willkommenspaket.

Die Bürger weigern sich, die von den Politikern getroffenen Maßnahmen zu unterstützen.

Jeder ist seines Glückes Schmied.

Doppelnennung

Es wäre sehr schön, wieder einmal mit Freundinnen und Freunden essen zu gehen.

Jeder neue Mitarbeiter und jede neue Mitarbeiterin bekommt von seinem oder ihrem Chef bzw. seiner oder ihrer Chefin ein Willkommenspaket.

Die Bürger und Bürgerinnen weigern sich, die von den Politikern und Politikerinnen getroffenen Maßnahmen zu unterstützen. 

Jeder und jede ist seines oder ihres Glückes Schmied oder Schmiedin. 

Binnen-I

Es wäre sehr schön, wieder einmal mit FreundInnen essen zu gehen.

JedeR neue MitarbeiterIn bekommt von seineM/ihreR ChefIn ein Willkommenspaket.

Die BürgerInnen weigern sich, die von den PolitikerInnen getroffenen Maßnahmen zu unterstützen. 

JedeR ist seines/ihres Glückes SchmiedIn. 

Gender-Sternchen

Es wäre sehr schön, wieder einmal mit Freund*innen essen zu gehen.

Jede*r neue Mitarbeiter*in bekommt von seinem*ihrem Chef*in ein Willkommenspaket.

Die Bürger*innen weigern sich, die von den Politiker*innen getroffenen Maßnahmen zu unterstützen. 

Jede*r ist seines/*/ihres Glückes Schmied*in. 

Del-On-Sel-System

Es wäre sehr schön, wieder einmal mit Freundonen essen zu gehen.

Jedel neuel Mitarbeiteron bekommt von serl Chefon ein Willkommenspaket.

Die Bürgeronen weigern sich, die von den Politikeronen getroffenen Maßnahmen zu unterstützen.

Jedel ist serl Glückes Schmiedon.

generisches Neutrum

Es wäre sehr schön, wieder einmal mit Freunden essen zu gehen.

Jedes neue Mitarbeiter bekommt von seinem Chef ein Willkommenspaket.

Die Bürger weigern sich, die von den Politikern getroffenen Maßnahmen zu unterstützen.

Jedes ist seines Glückes Schmied.

Im Vergleich zu …

Im Vergleich zum herkömmlichen generischen Maskulinum hat das generische Neutrum den Vorteil, dass weibliche Personen nicht mehr durch das Anhängen des Suffixes »-in« sprachlich schlechter behandelt werden. Darüber hinaus ist das Maskuline nicht mehr die Grundform, was einen weiteren Schritt zur sprachlichen Gleichbehandlung aller Personen bedeutet. Frauen werden nicht mehr »mitgemeint«, sie werden genauso explizit genannt wie Männer.

Im Vergleich zu Konzepten wie Binnen-I, Gender-Sternchen, Gender-Gap und Doppelnennung hat das generische Neutrum den Vorteil, dass die Ungleichbehandlung von Frauen durch das Anhängen des verniedlichenden Suffixes »-in« nicht auch noch verfestigt wird – im Gegenteil, sie wird abgeschafft. Außerdem werden in den genannten Konzepten Menschen, die sich keinem der beiden Geschlechter männlich/weiblich zuordnen können oder wollen, deutlich stärker benachteiligt, sogar im Vergleich zum herkömmlichen generischen Maskulinum. Darüber hinaus ist das generische Neutrum deutlich leichter zu sprechen und auch zu verstehen.

Im Vergleich zu Konzepten wie dem Del-On-Sel-System und dem System nach Matthias Behlert hat das generische Neutrum den Vorteil, dass es mit den vorhandenen »Bordmitteln« der deutschen Sprache auskommt. Es müssen keine neuen Silben, Wörter oder Deklinationen gelernt werden.

In der folgenden Tabelle werden 10 verschiedene Systeme in 8 Kategorien mit Ampelfarben bewertet, wobei Grün für gut, Rot für schlecht und Gelb für dazwischen stehen und Orange zwischen Gelb und Rot liegt. Die Zahlen in den Feldern verweisen auf Erläuterungen und die jeweilige Begründung der Farbwahl für jedes einzelne Feld. Bei Interesse senden wir gerne eine PDF-Datei mit dieser Tabelle und allen dahinterstehenden Erklärungen per E-Mail (Kontakt siehe Impressum).